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Paternoster

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Das „Vater unser“ als Namensgeber für Aufzüge?

Jeder Paternoster läuft mit zwei umlaufenden, „unendlichen“ Ketten, die durch ein Zahnrad bewegt werden.

Diese Technik sieht einem Rosenkranz nicht unähnlich.

Da mit Rosenkränzen das „Vater unser“ (lateinisch: Pater noster) gebetet wurde, wurde der Begriff Paternoster für offene permanent umlaufende Aufzüge verwendet.

In den 20ern wurde er auch gerne als „Proletenbagger“ bezeichnet. Im Gegensatz zu den „Bonzenhebern“, geschlossene Aufzüge, konnte ein Paternoster in kurzer Zeit eine große Menge Menschen (= einfache Angestellte) bewegen.

Die technisch korrekte Bezeichnung für Paternoster ist „Personenumlaufaufzüge“.

In Hamburg wurde der erste dieser Aufzüge 1886 im inzwischen abgerissenen Dovenhof eingebaut.

In ihrer Blütezeit um 1936 gab es allein in Hamburg 344 Paternoster.

Sie liefen im typischen Kontorhaus permanent vom Keller bis zu Dach und ermöglichten so die ständige freie Bewegung im Haus ohne Wartezeit.

Zur Zeit existieren noch ca. 40 Paternoster in Hamburg.

Sie sind vor allem in großen öffentlichen Gebäuden zu finden und stehen sämtlich unter Denkmalschutz.

Die höchste Paternosterdichte befindet sich im Axel-Springer-Haus, das gleich drei dieser Aufzüge beherbergt.

 

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